Vom Segeln, Freiheit und Gemeinsamkeiten 

Oktober 25th, 2010

Nach relativ langen Arbeitswochen und Berliner Regentrostlosigkeit bietet Erholung eine willkommene Abwechslung. Doch was bringt einem denn immer das stetige am Strand liegen? Nichts! Nur Trägheit zu viel Essen, Faulheit und wachsende Fettpolster. Warum also nicht Urlaub mit Bekannten in größerer Truppe? Warum nicht einen aktiven Urlaub auf einen Segelschiff?!

Sonnenuntergang, Segeln Holland 2010Und wie auch letztes Jahr geht es für zehn Tage mitten Ende Oktober auf die Nordsee, Yselmeer, Holland als Urlaubsziel mit grossen Segelschiff. Jede Menge lustige Leute, Verpflegung, zu trinken und fleissige Handarbeit.

Was kann es auch Schöneres geben… mitten auf dem Meer bei strammen Seegang, trotz Wind jede Menge Sonne im Gesicht. Gemeinsam an die Segel anpacken, eine Wende fahren, Segel ausvieren, gemeinsam frühstücken, zu Abend essen und doch…

Im Netz oder an Deck die Weite der See genießen. Im Urlaub wirklich abspannen und zugleich ein Gefühl von eigens gewonnener Freiheit spüren. Manchmal ist eben die Arbeit und der Weg aufs Meer das Ziel zur Befreiung.

Kein Mobilfunknetz, kein funktionierendes Handy (nun fast), kein oder kaum Internet… einfach nur Menschen, Gespräche und bei Wunsch Einsamkeit.

Doch alle Vorteile wiegen zugleich die neuen Freiheiten dadurch auf. Denn natürlich fehlt einer der Engel wieder nicht auf Reisen…

Es ist kein Gejammer oder Streitereien zu hören oder durch andere zu vermerken. Natürlich wirkt der Umgang zwischen dem Strahlemann und mir mal wieder ehe wie ein Ehepaar denn zwei wirklich enge Freunde….

Aber, sind wir beide merklich noch enger zusammengewachsen, verstehen uns auf Blickkontakt richtig und sind gegenseitig in Wünschen, Denken und Handeln mittlerweile berechenbar. Manchmal mir fast schon etwas zu berechenbar… solange es lustig ist?…

So ist es wohl langsam für alle Beteiligten schwer, trotz Betonung, eine bloße Freundschaft darin wieder zu erkennen… gerade auf einem Schiff, wo jeder diese enge Beziehung auf kleinsten Raume miterlebt.

Wird es für mich auch schwer? Wie soll man sich verhalten, wenn der letzte Funken im Herzen nicht überspringt??? Sei es aus Gründen der langen Einsamkeit, sei es aus persönlichen Ängsten, sei es nicht zu beziffernde eigene Beweggründe oder vielleicht auch die unbewusste Angst, man könnte etwas verpassen, den noch perfekteren Partner nicht mehr begegnen…

Ich wünschte mir nicht, dass es in diesem Moment anders wäre, nein! Denn würde ich diese wunderbare Freundschaft für einen Wunsch aufgeben wollen. Nein! Dafür ist zu viel Vertrauen in dieser “irgendwas”-Beziehung.

Aber gelegentlich kommt ein Gedanke….. wieso probiert er nicht den allerletzten Schritt des Zusammenseins? Hat er genauso viel Angst wir könnten das bestehende verlieren???

Hätte ich eine Wahl, so würde ich, selbst wenn es schief geht, lieber 5 Jahre in kompletter Akzeptanz und mit gewollter Partnerschaft mit diesem Strahlemann zusammenleben, als ein ganzes Leben sich gegenseitig abzugrenzen und zu betonen, dass es nur Freundschaft ist – wenn es nur die Angst ist, nicht mehr verfügbar zu sein….

Wäre es ein kleiner, persönlicher Garten Eden? Ja! Wäre es ein Grund sein Leben lang darauf zu hoffen? Nein!

Es muss auf Gegenseitigkeit beruhen und dafür müsste der Strahlemann in sich selbst hineinsehen… seiner selbst kennen und genau wie das Schiff sich vom Wind treiben lässt, sich einmal vom privaten Leben antreiben lassen…

Schaue ich lieber wieder in die Ferne und halte daran fest, was uns beide verbindet.

Vielleicht erkennt es er bei der nächsten Wende, vielleicht ist danach aber schon zu spät….

Ergreife das Leben…! Schau in die Freiheit…

Euer fly_by_monk

CS3 vs. Gleitgel – und die Eigenschaften Inkompetenz und Dreistheit

Oktober 5th, 2010

Viele Projekte zugleich in der Firma zu handeln macht ja eigentlich Spass…. UNEIGENTLICH fangen sie vor allem dann an zu nerven, wenn es auf der Gegenseitige und bei Projektbeteiligten an Kompetenz fehlt, die grundsätzlich zu erwarten gewesen wäre. Schlimmer wird es, wenn der Kunde selbst die reine Inkompetenz versprüht…

Beispiele gefällig… na gerne doch:

die Highlights in Triologie letzter Woche:

  1. Eine Design- und Internetfirma fragte nach bestimmten Bild-Dateien, die ich ihr prompt hinüber schickte. Die Rückmail spricht für sich selbst:

    “Sehr geehrter Herr…., vielen Dank aber die gezippten Bild-Dateien mit dem Format .png können wir leider in unserem CS3-Photoshop nicht öffnen, können Sie uns diese Grafiken als Vektoren am besten in .jpeg-Dateien zuschicken?”
    -

    … eine neue Tastatur liegt seit dem auf meinem Arbeitsplatz… die alte hielt der Beißattacke durch meine Zähne nicht mehr stand….

  2. Kundengespräch:

    “Wir benötigen unbedingt hierbei mehr Beratung, mehr Führung, aber es darf nicht mehr kosten!”
    ich dazu: “Selbstverständlich, gar kein Problem Fachleistungen gibt es ja in unserer Branche zum Nulltarif….”

  3. “Der Abschlusstermin für das Projekt ist der 27.11.2010, aber könnten Sie es bis zum 24.10.2010 fertig bekommen, da unsere Gegenkontrolle und Qualtitätsabteilung wahrscheinlich 4 Wochen zur Überprüfung benötigt?” - …. kurz vor dem Herzinfarkt

Gleitgel der Marke absurd

Es schleicht sich doch langsam die Erkenntnis ein, dass gewisse Firmengrößen der Garant dafür sind, dass Leistungsabteilungen und Professionalität abnehmen und die Schuld und Lasten auf die Dienstleister ausgekippt werden…. Inkompetenz ist nicht heilbar, also muss der Dienstleister die notwendige Kraft aufbringen. Gepaart mit der Dreistheit und Frechheit mancher Geschäftspartner diese Sonderleistungen dann sogar noch als Selbstverständlichkeit anzusehen, wünscht man sich manche Tage wirklich nur noch eine Schrotflinte!

Aber selbst im Alltag ist man nicht vor dieser Charaktereigenschaft und neuem guten Ton – Inkompetenz und Dreistheit – verschont. Bin ich am Tag der tollen CS3-Kundenmail am Abend in einer besseren Drogerie gewesen, um meine Gleitgel-Vorräte aufzufüllen. Der medizinische Background lies mich auf gewisse Produkte auf Wasserbasis zusteuern. 2 Produkte standen im Regal, beide waren auf Wasserbasis mit geringem Silicon-Anteil produziert. Beide hatten diesselben Inhaltsstoffe, nur unterschiedliche Preise…, so dass ich mir erlaubte die Verkäuferin ganz einfach zu fragen, welches der beiden Produkte öfters gekauft wurde, um mir jetzt die mobile Internetsuche nach Testergebnissen per Smartphone mal zu sparen. Ihre Antwort:

“Was wollen Sie denn mit diesen Gleitgel? Da reicht doch Spucke und reines Wasser…. hat doch fast denselben Effekt…, also ich weiß es nicht, wenn sie eines davon kaufen wollen, nehmen sie eben das günstigere!”

Ich kaufte das teuere….! Und schwor mir diesen Tag bitte schnellstmöglich mitsamt des Hinunterschreibens hier zu vergessen!

In diesem Sinne bleibt festzuhalten:

Inkompetenz und Dreistheit sind gepaart die besten Eigenschaften um andere Menschen zur Weißglut bzw. zum Herzinfarkt zu treiben!

Euer fly_by_monk

Sommermonate – Reisen, Streit, Glückseeligkeit

September 27th, 2010

Vier Monate Ruhe im Internet… 5 Monate Reisen, Erlebnisse, Arbeit und keine Zeit es zu verarbeiten…

Manchmal treibt einen Phlegmatie, Arbeitsstress und nun sagen wir anderer Stress nebst den schönen Momenten dazu, sein eigentlich gestecktes Ziel der Archivierung und des Festhaltens seiner eigenen Gedanken zu vernachlässigen. Im Sinne von 5 Monaten, eher es sträflich zu ignorieren.

… kommt der Herbst … kommt der Wille es wöchentlich durch zu ziehen… gibt es doch genügend Apps, genügend Stoff und mobile Möglichkeiten. Also gelobige ich Besserung und fasse die Erlebnisse 2010 für mich selbst anbei in einem Wiederbelebungsartikeln zusammen:

Sommeranfang mit Eifersucht und Arbeitslichtblicken

Sommeranfang Berlin Mitte

Sommeranfang - Strandbar Mitte

Begann der Sommer begann der Ärger… was soll man machen, wenn einer seiner Engel weg ist – Auslandsaufenthalt für einige Tage. Zum einen freut man sich riesig, er kommt weiter… wird beachtet, wird gebraucht… zum anderen hat man Angst um ihn… fragte ich mich, was er so treibt. Nicht, weil es einen Grund der Kontrolle gab, sondern ganz einfach Besorgnis und fehlende Nähe… und natürlich musste es auf die Ferne eskalieren.

… wie 420 Zeichen in einer etwas längeren MMS doch verletzen können…

Und? So konnte der schöne Sommeranfang nicht wirklich kommen… Hitze? Die Klimaanlage im Büro und selbst aufgebrummte Arbeit taten ihr Bestes um mich abzulenken… so ging es zumindest beruflich mit großen Schritten weiter…

der Egoismus entwickelt sich immer weiter… das Gewünschte bleibt meistens auf der Strecke, wenn Probleme auftreten…

Kam Zeit…. kam der Sommer …. kam die Wärme … kamen die schwülen Abende draußen im Park … kam die Versöhnung… wenn auch etwas unter Vorbehalt … sollte es noch bis in den Mittsommer dauern…?

WM 2010 und schwules Straßenfest, CSD 2010

11 Freunde - Spanien gegen Portugal

11 Freunde - Spanien gegen Portugal

Fanmeile WM 2010

Fanmeile WM 2010

Wenn eine Stadt im Ausnahmezustand ist… so viele Möglichkeiten die Spiele zu verfolgen, so viele Menschen, die sich plötzlich mitreißen lassen… an ein normales Arbeiten war nicht mehr zu denken… und das Wetter leistete sein übriges dazu… bis zu 34 Grad im Schatten…, so dass jedes Bier zur Sünde wurde und sich auf dem Kopf niederschlug.

Eine wunderbare Zeit des Zusammenkommen, mit allen Freunden einmal in Bars, einmal bei 11 Freunden, per VIP auf der Fanmeile oder mitten im “schmutzigen Hobby” nebst Weißbier aus Plastikgläsern… Berlin zeigte sich von der besten Seite für ein solches Fest… die Stadt brummte, ständig etwas los… ständig in Bewegung… immer wieder Fanfaren von Autohupen… stetig Schweißperlen auf den Gesichtern aller Arbeitgeber, deren Mitarbeiter als außerordentliche Arbeitsleistung schon 80% der gewohnten sahen… 4 Wochen sollte es Dauern und der Fußballspuck WM 2010 war vorbei… aber die beste Zeit zum besten Sommer 2010 mitten in und durch Berlin bleibt….

flybymonk zeigt Farbe und Schleife - CSD 2010 - Juerg Giger

flybymonk zeigt Farbe und Schleife - CSD 2010 - Juerg Giger

Schwules Straßenfest in Berlin Schöneberg und gleich eine Woche danach der CSD Berlin 2010 hatten nicht mehr das Glück vom herrlichen Sommerbeginn der vorherigen Wochen zu profitieren… und gerade wo ich einmal im Leben freizügig auf dem CSD sein wollte… einmal Flagge zeigen, einmal Schleife mit dem ganzen Körper… und das bei gerade einmal 18 Grad und ab und an Regen..

Ganze 10 Stunden Arbeit hatte Regenbogen und Aidsschleife, gewunden über den gesamten Körper, verschlungen… ich dabei die ganze Zeit nackt und damit halb ausgekühlt und übermüdet… mit nix anderes bekleidet als einer Fußballshorts und Fußballschuhe dann auf die CSD Parade… gefolgt von Blicken in der U-Bahn … dem Wohlwollen und “Daumen hoch” der Bahnbediensteten… staunende, manchmal gar peinlich berührte Freunde, einen freudigen Engel – der trotz aller vorheriger Skepsis das Werk gelungen fand – einen Künstler, der mich und sein Kunstwerk manchmal zu sehr versuchte vor Beschädigungen zu schützen und eine begeisterte Mutter, die sich unter das CSD-Volk mischte.

… und trotz viel Spass und der Gewissheit das Fest mit einer ganz anderen Truppe / eher mit Flanieren und Werbung die ganze Zeit verbringen zu müssen… ergab es sich doch nach dem Show-Laufen… auf einen Wagen mit vielen der Freunde zu gelangen… dem Engel sei Dank… er hatte daran gedacht und im richtigen Moment des Zufalls die Chance ergriffen. Auch später sollte er noch einmal im richtigen Moment da sein…

… so konnte man bei bester Laune und Runde die restliche Fahrt auf einen Tieflader bis zur Siegessäule verbringen… Schleife gezeigt… Haut gezeigt… einmal im Leben… das reicht auch für dieses…

… nach dem CSD galt es Erschöpfung und Wunden auszukurieren… aber alles in allem ein CSD persönlich für das Jahr 2010 würdig.

Mittzwanziger, Reisen und Glückseeligkeit

London 2010

London 2010

Dream 2010

Dream 2010

Nebst einen wunderschönen Jahrestag war der Sommer vor allem mit Reisen gespickt… ein guter Ausgleich zur Arbeit bot sich dadurch. Nicht nur ins Ausland, auch Reisen in Techno und Trance, zu Veranstaltungen machten den Sommer erinnerungsreich. Und irgendwie vertrug ich mich auch wieder mit dem einen etwas unbeständigen Engel… so wurde es mehr eine Begleitung und gemeinsames Erlebnis des Sommers…. sei es in einer wunderschönen Zeit in London, das Durchleben von Techno & Trance Veranstaltungen,  Summer-Tours, Barabende, den Geburtstag… bishin zu fasst alles in einem gen Zürich @Streetparade 2010 @Energy 2010…

… und alles wieder zu viel … und Auszeit

Friedrichshain August 2010

Friedrichshain August 2010

… es geht nicht, zu nahe… zu viel … und überhaupt… und wieder ein Absturz. Als ob der Mittsommernachtstraum zu Ende wäre und man nach einem wunderschönen privaten Sommer und damit Ausgleich zum stressigen Arbeitsleben wieder in die ständig schwankende Irrationalität des Alltages zurückkatapultiert wird. Die ganzen Reisen, das Miteinander, der Ausgleich endeten wieder einmal abrupt, aus zu viel Nähe sollte wieder Abstand werden… so explodierte ich dieses Mal… wollte nicht schon wieder Spielball für Gefühle, Stressoren sein und mich privat ausnutzen lassen… fühlte ich mich doch so… hatte ich doch den privaten Ausgleich eigentlich für wohltuend empfunden.

Also… Engelspause… und alle Rationalität und Erklärungsversuche verpufften…. So neigte sich der Sommer in Berlin immer mehr dem Ende … ich wandte mich vielleicht auch etwas befreit wieder den anderen Engeln mehr zu … flüchtete oder befreite mich nach außen… zog für Stunden gar Tage etwas in die Ferne, ob ans Meer oder einfach nur in die weiten Land- und Wiesenfelder im Osten bis hin wieder zum Anstieg gen Thüringen. Einziges Ziel nebst dem Projektstress, Ruhe finden, Abspann und Zeit um Nachzudenken… begann mich in andere Kreisen wieder zu tummeln … neue Menschen kennen zu lernen und doch….

Ostsee September 2010

Ostsee September 2010

gerade am Meer … gerade mit Blick auf die Ferne blieb und bleibt das Gefühl der Einsamkeit und eigentlich in seinem Herzen etwas eingeschlossen zu verbergen, es zu zwingen sich ruhig zu verhalten. Doch im Moment der Ferne… einsam vor dem Sonnenuntergang über am Strand… Blick aufs Meer… vollkommene Stille… nur das Rauschen des Windes um sich… höre ich den Schrei im Herzen… die Zweifel… könnte doch eigentlich alles so einfach sein…

… in der Abenddämmerung siegt die Vernunft… im Lärm der Großstadt zu guter Letzt der Geist…. es könnte vieles… auch wenn es vielleicht dafür bestimmt ist, doch gehören zwei dazu… vor allem zwei offene Gedanken, starke Willen und zweimal die gleiche Erkenntnis… und das gefangene Gefühl im herzen verstummte…

… kommt der Herbst… belebt es die Engel wieder… kehren die Gemeinsamkeiten zu dem einen Engel in Freundschaft und Nähe wieder zurück… ein vielleicht manchmal auf und ab… vielleicht auch nur, weil Kontrolle, Realität und Wünsche nicht immer zusammen harmonieren wollen.

Resümee Sommer 2010

Das lange Schweigen, die Faulheit an der Fortsetzung des Weblogs ist sicherlich auch in meiner Verarbeitung der Erlebnisse begründet…. beginnt doch nun erst die wirkliche Ausgabe und das Verständnis für die Ergebnisse, die Erzeugnisse der Gedankenverarbeitung. Ein stetiges auf-und-ab im Sommer, eine Berg -und Talfahrt der Erlebnisse, der Zusammenkünfte, der Freundschaften, der Beziehungen zu meinen Engeln… insbesondere zu einem. Eine Freundschaft überstand den Sommer nicht… um einen Menschen wurde es still… auch auf meinen Willen hin.

swiss life and bright night

swiss life and bright night

Warum bin ich in Bezug auf den einen Engel nicht so konsequent? Könnte ich fallen? habe ich Angst den Schritt bei stetiger Unbeständigkeit zu gehen? … nein … denn bin ich mit Auslöser für diese stete Unbeständigkeit, den häufigen Streit… zeigt es doch, dass das Miteinander, das Zwischenmenschliche zu einander lebt und sich mag… sich braucht.

Fakt ist, einen tragenden Engel kann man nicht abschneiden, loslassen wie einen Menschen, der einen stark verletzt hat oder einen versucht zu klammern, zu behindern. Würde ich den Kontakt zu dem einen Engel zerstören, auftrennen… würde ich fallen… wären viele Erlebnisse des Sommers so nicht geschehen… einen Teil der Seele wäre zerstört… und das gefangene Gefühl in seinem Gefängnis im Herzen ermordet… es würde wohl mein Herz zum großen Teil mit in den Tod reißen… will man, will ich wirklich verlieren, was ich an Beständigkeit, teils Unbeständigkeit, an Erinnerungen und Nähe gewonnen habe? Nein… ich kann es nicht … ich will es nicht… und das beruht scheinbar auf Gegenseitigkeit…

… kommt der Herbst … kommen die Projekte … entsteht das Verlangen nach spontanen Ausgleich … hat man sich vielleicht wieder versöhnt… verstanden … braucht einander.

… vielleicht ist dies das Gut und den Wert, welchen ich behüten sollte … Aufgebautes erhalten … und Störversuche auch durch den Engel selbst ganz einfach missachten…

… Wünsche und Gefühle sprechen sicherlich ein anderes Resümee, tief im Herzen spricht und schreit vielleicht mehr die Wahrheit… aber meine Vernunft und der Verstand entscheiden anders… denn die Gegenseitigkeit fehlt oder wird unterdrückt… und trotz allem den einzig beständigen Strahlemann in meinem Leben will ich nicht verlieren…

… schauen wir, was der Herbst 2010 erfolgreiches, beständiges und neues an Überraschungen offen hält…

… kommt Zeit … kommt keine Langeweile

… kommen Erfahrungen und Erlebnisse

… kommen nun beständigere und aktuellere Einträge

In diesem Sinne reanimiert

Euer fly_by_monk

Russisches Durcheinander bei der Taxifahrt

April 24th, 2010

Und wieder im frühsommerlichen Berlin nach einer Woche Stress eingewöhnt, stand zugleich ein elterlicher Besuch zum Wochenende mal wieder an. Auf dem Rückweg abends 22:00 Uhr gönne ich mir meistens dann doch eher ein Taxi… es geht einfach schneller… denkt man, dachte ich… in der Regel…

Nun, das Taxi war per Telefon bestellt, ich nach Verabschiedung der Eltern auf dem Weg nach unten und wie vom Schicksal organisiert, stand das Taxi bereits vor der Haustür. Eingestiegen, und: “Bitte nach Friedrichshain.” … und ein fragender Blick des Taxifahrers.

Na das muss ich erst einmal im Navi suchen?

Kam auf gebrochen Deutsch mit russischem Akzent als Antwort. Na toll! Da wäre ich ja mit U-Bahn doch schneller gewesen… Nicht nur das, er gibt die Straße ins Navi ein… und fährt in schöner russischer Manier los, dass mein Mageninhalt wohl am liebsten vor der elterlichen Haustür geblieben wäre…. Rote Ampeln? Das ist eine Herausforderung, kein Bremsgrund.. nebenbei auf “russisch” mit seiner Frau telefonieren? Standard! … Ich fragte mich ernsthaft: “Habe ich denn immer nur so ein Glück, solche Selbstmörder als Taxifahrer haben zu dürfen????!” … 10 nervenaufreibende Minuten später:

So, wir sind da. Ich darauf: “Wie wir sind da, das ist Hausnummer 1! Wir müssen mindestens zu Hausnummer 100!” Er wiederum: Borschtscht….

Noch mal 10 Minuten später samt halber Anleitung von mir, wie er durch die gerade, riesige Strasse direkt zu meiner Hausnummer am besten kommt… waren wir dann soweit, dass ich aus dem Taxi aussteigen konnte….

Meine Eltern planen den Umzug nach Friedrichshain… in den Bezirk näher an der Mitte, mitten in Berlins Zentrum… ganz in meine Nähe… ich werde es Ihnen danken, alsbald ich mir diese Taxi-Kapriolen ersparen kann….

In diesem Sinne mit Musik

Euer fly_by_monk

Paris – hin und zurück

April 11th, 2010

Kaum aus dem “Arbeitsurlaub” zurück geht das Reisen sogleich weiter….

Letzte März-Woche schnell nach München, um einen Termin mit wahrnehmen zu können, dann kurz nach einem schönen Oster-Wochenende direkt nach Paris um an der Health 2.0 Messe mit teilzunehmen.

Also *zack* am Dienstag in den Flieger und innerhalb von einer Stunde nach Paris… was sind heute noch Entfernungen…

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Start in Frankfurt

… und Landung in einem futuristischen Flughafen… Angekommen am Charles-De-Gaulle-Airport fuhr ich durch einen unterirdischen Tunnel zu dem Hauptterminal, was aussah wie eine Bunkerfestung und im Inneren komplett von Tageslicht überflutet wurde… eingestiegen in den RER in die Innenstadt nach kurzer Fahrt mit dem Airport-Shuttle.

Und die Innenstadt? Erster Eindruck… SAUBER! …. komplett andere Luft …. was man als einen sehr positiven Eindruck von mir bezeichnen kann. Vor allem WIE man Strassen reinigt ist ja nun einmal ganz etwas anderes als im etwas dreckigeren Berlin… einfach Frischwasser durch die Gullis gespült und schon läuft es abschüssig die Straße hinunter mitsamt den ganzen Dreck!

Nicht so positiv war die ständige Frechheit der Franzosen auf englische Fragen nicht einmal einen Müh’ zu reagieren … man redete lieber französisch… als ob ich etwas dafür kann, dass nun einmal Großbritannien die größte Kolonialmacht war?!

Paris Invalidendom

Paris Invalidendom

Und dann ging es auf die Messe, an einem herrlichen Frühlingstag mitten in Paris… spannend war sie ohne Zweifel, auch wenn es doch erschreckend ist, wenn man die gesamten health 2.0 Menschen, Professionals etc. sieht und wie sie dann bei einem Doctors Panel unter den chirurgischen Bildern und Videos mit Raunen und Grummeln, Stöhnen und Ächzen die Blicke abwenden… ja, ja Gesundheit ist ja etwas Schönes.

Der Abend, die Nacht in Paris … warme Luft … ein schönes Happening in einem kleinen Straßenrestaurant und ein gepflegter Abendspaziergang zum Hotel mitten am Boulevard Montparnasse, 10 Minuten vom Invalidendom entfernt.

Faszinierend war ein gewisses Gefühl von Ruhe innerhalb des Stadtzentrums zu späterer Stunde, das Lichtermeer, welches die Stadt gegen die Dunkelheit verteidigte.

Am nächsten Tag wieder nach einigen “Unbequemlichkeiten” mit dem Magen beim Arzt zurück zur Messe und gegen 16 Uhr gen Flughafen… und das gerade noch rechtzeitig… Bahnstreik… der RER-B brauchte locker 1:15 Stunde bis ich endlich am Flughafen war… nächste Hiopsbotschaften… in Berlin-Tegel war Bombenfund gemeldet worden… eine alte Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg! Toll! Und nun? …

Zum Glück hatte der kleine 80-Sitzer der Lufthansa Verspätung und damit waren wir eine der ersten Maschinen, die 21:30 glücklich gelandet sind.

… schon brummte der BlackBerry in Berlin… wieder die ersten Mails und… eine überraschende SMS:

“… für Dich ist Nudelauflauf und Salat bereitgestellt. Also Tasche in der Wohnung abstellen und rüberkommen. Schön, dass Du wieder da bist…”

Was gibt es lieberes von seinem besten Freund… vielleicht auch überraschenderes, wenn ich es doch selbst nicht erwartet hatte… schnell zurückgerufen, bedankt, zugesagt, ins Taxi, zugleich ins Taxi gestiegen, während der Fahrt kam die nächste liebe Willkommens-SMS von zweiten tragenden Engel und Freund und 22:10 Uhr pünktlich zum fertigen Auflauf bei den Garant für Überraschungen gewesen…

… Paris war kurzzeitig schön

… Paris war eine Erfahrung, doch…

… wieder in Berlin bei seinen Engeln

… wieder bei meinem Strahlemann

… wieder in meinem Friedrichshain

… was wollte ich mehr…

In diesem Sinne

Euer fly_by_monk

Sonne, Nähe, Arbeit, Bauchschmerzen

März 24th, 2010

Zwei Wochen Naher Osten und…

ich bin total durchgebräunt, habe ordentlich etwas an Arbeit geschafft, ein starkes Gefühl von Nähe entwickelt und irgendwie physische, wie auch psychische Bauchschmerzen teils verspührt.

Warum eigentlich nicht?

Die Idee war, nebst Tour ein wenig Urlaub mit letztendlich Arbeit in traumhafter Lage zwischendurch zu kombinieren. Voraussetzung dafür ein Hotel mit Minimum gute WLAN-Anbindung. Und das Radisson in El Quseir bot das… sogar mehr als auf der Homepage und bei diversen Check-Sites versprochen. Bis an den Strand hatte man Internet, selbst ein paar Meter ins Wasser hinein… dekadenter ging es fasst schon gar nicht mehr. Dazu traumhaftes Essen, ständig wechselnd, stetig etwas anderes, immer gesund und noch 3 unterschiedliche Restaurants und Bars für weitere Abwechslung außerhalb allem inklusive.

Und doch…

irgendwie war es ein komisches Gefühl, hätte man doch erwartet sich mit der Begleitung ab und an zu streiten. Hätte man gedacht, dass ich mit ihm ab und zu in “Funkstille” gerate, weil wir es vielleicht 14 Tage aufeinander und jede Sekunde miteinander gar nicht aushalten. Das Gegenteil war der Fall.

Und irgendwie…

war plötzlich alles näher nach dem Urlaub, alles gefestigt, die Seele beruhigter. Als ob beide Seelen schon immer zusammen gehörten, als ob dem einen das Dasein des anderen nicht mehr stört. Man fühlt sich gegenseitig bei dem anderen geborgen, der Freiraum bedeutet oftmals das Miteinander….

Kommt Zeit…

kommt Rat…

wird sich zeigen wie Herz und Seele von uns beiden sich miteinander vertragen…

einfach einmal das Leben und Schicksal laufen und entscheiden lassen…

vielleicht gibt es noch über die Träume und erfüllten Wünsche etwas darüber hinaus…. vielleicht auch nicht.

In diesem Sinne

Euer fly_by_monk

März in der Kältestarre

März 4th, 2010

…und die Männer auch

ES WILL UND WILL NICHT WÄRMER WERDEN….

… würde die griechische Epoche bis heute bestand und wir weiterhin einen polytheistischen Glauben haben, bekäme der liebe Wettergott Zeus von mir einen Monat Diät!-Opfergaben verpasst…!

Das geht ja gar nicht mehr… immer in tristen grau, schwarz, kariert eingemummt in Mantel, dicker Jacke, lange Schals… Taxi-Rechnungen ohne Ende… das geht so langsam nicht mehr weiter…

Die fehlende Sonneneinstrahlung macht den Menschen um mich herum ebenso zu schaffen, es fällt Ihnen definitiv schwerer früh aufzustehen, die Ermüdung tritt schneller ein… sie sind einfach alle geschafft von dem Winter… genau wie ich.

Da hilft man sich und seinem Körper mit irgendwelchen Vitamindosen… versucht es aller drei Wochen mit einer kurzen Season unter dem UV-Grill… und… außer einem roten “Arsch” nach der Sitzung und einem Tag Schmerzen beim Duschen hat man nichts an Energie und Kraft gewonnen….

Die Überleitung des letzten Absatzes hin zum Thema Männer fällt mir hierbei wohl kaum schwer…. das Bild passt ziemlich gut zur derzeitigen Stimmung gegenüber neuen “Versuchen”.

ES WILL UND WILL NICHT WÄRMER WERDEN!?!

Da traut man sich nebst seinen Projekten, der ganzen Arbeit etc. öfters einmal raus, versucht offen gegenüber neuen Gesichtern, Charakteren zu sein… leider blickt man dann hinter dem schönen Gesicht oftmals in ein leeres “Nichts”, kein spannender Charakter, zu jung oder altbackend für Erfahrungen, zu “verdorben” für eine gepflegte den langwierige Unterhaltung, an welche er sich auch nach einer Stunde noch erinnern kann…

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So ziehe ich mich oftmals in den Freundeskreis zurück… diese kennt man, dort kann man sich bei Gesprächen, lustigen Abenden, einfach mal gemeinsames Ausspannen aufeinander verlassen… eine Dreierkonstellation von lieben Menschen sorgt in meinem Leben zur Zeit für diese Stabilität, sowie die in diesem Umfeld agierenden Bekannten und Leute um sie und mich herum.

Man könnte von kleinen Schutzengeln reden… wobei einer am Anfang recht wackelig und unbeständig mich auf seinen Flügeln trug… war mir doch oftmals nach TYPISCH, EOGISTISCHER, EINGEBILDETER, VERFAHRENER… *Schrotflinte packt*… manchmal hätte ich ihn am liebsten ZEHNFACH verwunschen, später schämte ich mich derer Gedanken, wenn genau dieser Mensch mit Aktionen und Gesten auftrumpft, mit welchen ich unlängst nicht gerechnet hätte….

Wie schwer es auch ist einen hübschen Menschen in Körper und Geist zu finden, desto schwerer ist es bei wirklichem Glück und Interesse auch hinter dessen Tiefgründigkeit zu schauen. Vor allem wenn der Mensch zum besten Freund avanciert und in der Seele gepaart mit vielen Eigenschaften einem manchmal gar unheimlich nahe verbunden ist… umso deutlicher sind manchmal die Konflikte, wenn ich wie auch er nicht richtig miteinander kommunizieren, Probleme oder Ansichten nicht genau ansprechen… einer holt dann immer zum verletztenden Präventivschlag aus, der meistens in Schmerzen und der sofortigen Versöhnung beiderseits mündet…. ein Schelm wer böses dabei denkt, nicht?

Um so erstaunlicher, dass dieser tragende Engel zum Dauerhalt erwuchs… um so verständlicher, dass ich mich in Zeiten der Männerstarre in seine Flügel rette… um so gefährlicher die Nähe, wenn sie nicht klar abgegrenzt und besprochen wurde… wobei der weiße Strahlemann wohl eher die Haltungsschwierigkeiten sieht, als ich wirklich tiefgreifende Probleme.

Manchmal ist es schwierig Liebe und “lieb haben” wirklich konsequent auseinander zu halten… doch vielleicht muss man dies auch nicht…

…. gerade bei Männerstarre

…. gerade zu dieser Jahreszeit

…. gerade wegen diesem  Seelenbündnis

…. kommt Zeit, kommt der Frühling

…. kommen die schönen Gesichter…

…. schauen wir, wie lange die Flügel des einen Engel mithalten

In diesem Sinne, ein Pfad ohne Musik heute…

Euer fly_by_monk

U-Bahn Geschichten Februar

Februar 28th, 2010

Berliner U-Bahnen haben es wirklich an und gemäß, dass die Menschen meisten IM Waggon mit ihr fahren, in sich….

Das bezahlt mitrampende Publikum wiederspiegelt oftmals den Lebenspuls der Stadt und das im frohen und munteren Wechsel zur jeweiligen Tag- und Nachtzeit.

Ich muss nicht betonen, dass oftmals die Nachtfahrten gerade ab dem Donnerstagabend mitunter zu den lustigsten gehören. Wieso? Nun, in Berlin beginnt das wirkliche “Massen-Nachtleben” immer donnerstags. Schüler knallen sich die Birne voll, denn der Freitag lässt meistens auf nichts Großes mehr in der Schule hoffen, eil die weil unter Umständen der Lehrer selbst gerade auf einen Trunk im Prenzel- oder Kreuzberg unterwegs ist…. Studis feiern eh fasst jeden Tag – weitgefasstes Vorurteil und hey, darf doch auch mal stimmen, denn… – und die Angestellten, sowie vielen Selbstständigen der Stadt tuen es ihnen zumindest gen Wochenende oftmals gleich.

Also gibt das Bild in den U-Bahnstrecken U1, U2, U8, U6 ein mitunter lustiges, kunterbuntes Bild:

  • gesetzte, schicke Leute auf dem Weg in die Oper oder ins Theater
  • Touristen mit irgendeinem Ziel – meistens erkennbar an dem auffällig umherblickenden Gesichtern
  • Studis und Schüler mit Bierflasche, Vodka, Täschen, schnieken Sachen, mindestens zu zweit, bunt gemixte Aufzüge und oftmals mit bester Partylaune
  • natürlich süsse Touri-Jungs, denen man doch gerne einmal den Weg erklärt *smile*
  • … und die U-Bahn-Harlekine und Knallschoten, welche die Aufwärmmusik vor der “Disse” spielen.

Vor allem witzig sind die letztere Spezis in der U1. Vom stotternden Rapper über den Zillerthaler Zupfmeister ist alles pro Waggon vertreten.

Am dreistesten war ein Kandidat davon auf den Weg zum “Popkickern”. Der Herr stieg ab dem Kottbusser Tor zu und machte einen auf “verirrt in die Zukunft gereister” Hippie für Arme… zerissene Hosen, langes, ungepflegts, blondes Haar, rote Bartstoppel und eine kunterbunte Jacke anstatt eines Hawaii-Hemdes… wir hatten ja noch Winter… In diesem Aufputz fing er dann an irgendetwas von linke Kinder voller Tatendrang, Verbündnisse gegen die Obrigkeit usw. zu jaulen…. toll …. die meisten Leute gaben ihm glaube ich das Geld, um ihn schnellstmöglich aus dem Abteil zu haben… ich hätte von ihm vielleicht Schmerzensgeld verlangen sollen…

Nach zwei Stationen stand er wieder in dem Waggon… natürlich… wo einträgiges Geschäft zu erwarten ist, lässt sich leicht gegen Geld und Obrigkeit jauchzen… an der dritten Station stieg ich und meine Begleitung aus

…. toll das genossene Bier war vor Ärger durch den Magen, an der Pforte vorbei und nicht zur Leber gelangt… ich war sturz-nüchtern und mäßig gut gelaunt… also was hilft da beim nächsten Mal? Die Ohrenstöpsel schon vor der Party beim ersten Anzeichen einer unfreiwilligen “Jaulattacke” einstecken… so kommt man dann doch etwas stiller zum eigentlichen Musikgenuss…

In diesem Sinne – keep control -

Euer fly_by_monk

Berliner Fahrgast-Anekdoten (der Beginn)

Februar 16th, 2010

Ja, ja man hört und sieht mittlerweile auch noch im Fernsehen viel davon:

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Die tollen Taxigeschichten Berlins, v.a. was Taxisfahrer alles “Aufregendes” “Unglaubliches” …. natürlich aus ihrer Schicht erleben… mag stimmen, mag so sein… doch gehören immer mindestens zwei zur Aktion für das Erlebnis und desöfteren erfährt der Fahrgast Dinge, die vielleicht nicht der Taxifahrer für erzählenswert hält, der Gast dafür um so mehr….

Da das “Taxi” ein festes Transportmittel in diesem Berliner Lebensweg ist und vielleicht manche Abgründe wie auch Peinlichkeiten die man erlebt für Besucher wie Mitberliner offenkundig werden sollten, beginne ich mit der kleinen mindestens monatlichen Erzählrunde:

“Berliner Fahrgast-Anekdoten”

Und anbei… viel Spass beim Staunen, Lachen, Kopfschütteln… und nicht den Mund zu weit offen stehen lassen… ist nicht gut für die Gesichtsform :-)

Euer fly_by_monk

Indische Kamikaze-Fahrer

Februar 13th, 2010

Die komfortabelste, zuverlässigste und schnellste Art von jedem Punkt in Berlin ein Taxi zu bekommen, ist der WÜRFELFUNK…. Egal ob halb nüchtern, halb besoffen, halb bargeldlos oder gar ganz auf Kreditkarte… das passende Taxi wird einem binnen 2-3 oder 6-8 Minuten vorbeigeschickt.

kamikaze

Genauer… verschiedenste Taxi-Betriebe sind im “Würfelfunk-Verbund” integriert und das Taxi in der Nähe wird registriert und angefunkt, der Auftrag dem jeweiligen Taxi und damit Betrieb zugewiesen. Klingt nach einem guten Outsourcing….

Aber auch die “Betreibermenschen”, welche das Taxi des betreffenden Unternehmens fahren, sind mittlerweile sehr häufig ausgegliederte Teilkräfte… dementsprechend ist ein Anruf beim Würfelwunk auch jedes Mal wieder aufs Neue ein Glücksspiel, welche Nationalität – und hierbei erlebt man leider allzu oft mit den “altgedienten Deutschen” böse Überraschungen -, wieviel Tourerfahrung und Kundenfreundlichkeit  man denn mit dem u.Ust. recht schicken Taxis, wie die neue E-Klasse, mitgeliefert bekommt.

Leider gibt es bei dieser Art von Spiel keinen Joker… ich hätte ihn mir an einem Februarabend jedoch liebend gerne gewünscht:

Wollte ich doch möglichst schnell und einfach von einem Ort in Schöneberg zeitnah in Friedrichshain an einem Sonntagabend sein, um noch ein wenig die Wochenaufgaben vor zu bereiten… da empfiehlt sich dann doch einmal schon das Taxi gegenüber der langwierigen U2 und das stetige Minimum 10 Minuten warten an Bahnsteigen.
Also sogleich Würfelfunk gewählt und das Taxi kam innerhalb von 3 Minuten. Ein nettes Gesicht grinste mich beim Einsteigen an und fragte in recht gebrochenem deutsch: “Herr x-x-x?” … “Ja, bitte in die… nach Friedrichshain..” … daraufhin nickte er nur kurz und fingerte an dem Navi herum…

prima… na das kann ja noch heiter werden…

Nach Herumgedrehe und Gestammel in “indisch”, wovon nur Bruchstücke verständlich waren, spuckte das Navi dem leicht gestresst dareinblickenden Taxifahrer die Route zu meinem Wunschziel aus… ich ahnte nicht, wie man “schnellste Route” interpretieren kann. Denn er drückte auf`s Gaspedal und düste mit einem Starttempo gen Potsdamer Platz, dass der Sitzabdruck von mir wohl bis heute findbar sein dürfte.

An der Kreuzung Potsdamer Platz hinunter gen Friedrichstrasse passierte dann das Unvermeintliche… ein böser “Taxi-Kollege” schnitt ihm beim Rasen die Vorfahrt, als er auf die andere Spur wechseln wollte… es folgte eine Vollbremsung und wilde Beschimpfungsrufe aus dem heruntergelassenem Fenster…

Daraufhin rastete ich aus:

“Got your driver license in the jungle, ARE YOU CRAZY to drive me to the half city like a junior kamikaze????!”

Irgendwie fing er sich in diesem Moment wieder und bemerkte, dass der Fahrgast dahinten, wirklich und RICHTIG sauer geworden war… und dann ist der Fahrgast auch noch vom zickigen Gemüt… nun hatte er nix mehr zum lachen, denn zum Rasen.

Aus “wahrscheinlich” Angst, ich verpfeipfe ihn an das Taxi-Unternehmen, versuchte er mich in “deutsch” zu beruhigen und bot mir die Fahrt kostenfrei an, unter der Bedingung gemäßigt zu fahren….

Immerhin, so kam ich dann doch noch 15 Minuten eher an mein Ziel, als ich mit der U-Bahn gebraucht hätte… und der Gelbdbeutel blieb voll… hat sich doch das Glücksspiel gelohnt, nur der halbe HErzinfarkt warnt einem eigentlich vor, warum man aufs “Glückswürfeln” ab und an verzichten sollte….

In diesem Sinne…. “drive me crazy”

Euer fly_by_monk

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Dieser Weblog enthält vor allem persönliche Interpretationen gewisser Alltagsbegebenheiten, Erlebnisse und Umfeldereignisse.

Die Texte enthalten oftmals Musiklinks oder freie Ambiente-Bilder. Ich weise ausdrücklich daraufhin, dass einige Bilder von homoerotischen Charakter sind.

Wer damit ein Problem haben sollte oder sich peinlich berührt fühlt... rechts oben existiert quer durch alle Betriebssysteme am Fenster des Browsers ein kleines Symbol mit einem Kreuz, der mache von dieser "Inquisition" für sich selbst Gebrauch :-)

Allen anderen Wünsche ich viel Spass und beste Eindrücke beim Lesen, Sehen und Hören.

Euer fly_by_monk

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